Mittwoch, 14. November 2012

Im Verkehr mit dem Fahrrad.

Liebe Leser

Ich möchte euch erzählen, was mir heute passiert ist.

Und zwar heute morgen früh, an einem Tag wie jedem andere.
Um halb acht schnappe ich meinen Drahtesel, schwinge mich auf den unbequemen Sattel und beginne in die Pedalen zu treten. Die Strasse hinunter bis zur ersten Kreuzung, weit und breit kein anderer Verkehrsteilnehmer als ich. Ich strecke meinen Arm nach links und biege ab. Ungefähr 300m weiter vorne folgt die nächste Kreuzung. Von hinten näher sich mir ein mittelgrosses Malerauto. Ich fahre weiter und es braust vorbei. Ohne Rücksicht auf mich, begibt sich der Maler mit seinem Gefährt auf den Fahrradstreifen. Ich fahre hinter ihm her bis zur Kreuzung. Er hat mich unterdessen abgehängt. Ich beobachte folgende Situation; die Strasse, welche von links kommt ist recht gut befahren. Das erste Auto von links respektiert den Vortritt des Malerautos. Ich fahre ca. 10m dahinter, es wäre eine Sache von 3s gewesen, auch mich passieren zu lassen. Doch er drückt aufs Gaspedal und schneidet mir den Weg ab. Nun gut, seiner Meinung nach war er im Vortritt, weil ich noch nicht an der Kreuzung war. Doch insgesamt 7 Autos dahinter missachten mich. Schliesslich gab ich es auf, Gebrauch von meinem Vortrittsrecht machen zu können und wich aufs Trottoir aus. Ich schlängle mich geschickt zwischen zwei, drei Fussgänger durch ohne jemanden zu behindern. Eine alte, vollschlanke Frau, völlig ausser Atem, probiert mich mit ihrem Schirm zu picksen. Völlig erstaunt weiche ich aus und fahre weiter. Ich höre aber noch, wie sie mich aufs Übelste beschimpft.
Ein bisschen geschockt aber dennoch auf den verkehr konzentriert begebe ich mich wieder auf den Veloweg. Doch schon 10s später stehe ich dem nächsten Problem gegenüber. Ein schwarzer Porsche Cayenne, Fahrerin ist eine junge, blonde Frau, versperrt mit ihrem Offroader den Veloweg. Alle restlichen Autos aber verhalten sich korrekt und nützen den ihnen zur Verfügung gestellten Strassenabschnitt. Ich frage mich also, ob ich wieder aufs Trottoir ausweichen soll. Doch dieses ist genau so belebt wie es auch schon vorher der Fall war. Ich entschied mich also, eine Konfrontation mit  einem gestressten Fussgänger zu vermeiden. Freundlich klopfe ich an die Hinterscheibe des stehenden Porsches, mit meiner Hand probiere ich die Blondine zu bitten etwas nach links zu fahren, dass ich passieren kann. Sie reagiert mit zwei langen Huptönen und betitelt mich als A******** begleitet von ihrem dünnen Mittelfinger mit übergrossen, perfekt aufgeklebten Plastiknägeln.
Also warte ich, bis sich die Kolonne wieder auflöst und fahre dann weiter. Die Porschefahrerin kann es nicht lassen und fährt provozierend auf dem Veloweg weiter.
Meine Laune wird stets schlechter.
Glücklicherweise beende ich meinen Schulweg ohne weitere Zwischenfälle.
Doch 3 unglückliche Situationen in nur 10min Fahrzeit sind für mich etwas viel.
An was liegt das?
Mein Schulweg ist eigentlich ziemlich velofreundlich. Die gelben Streifen begleiten mich von meiner Haustüre bis zum Veloparkplatz der Schule.
Daran liegt es also nicht.
Meiner Meinung nach liegt es am Stress der Verkehrsteilnehmer, der so manchen Autofahrer belästigt.

Ist es zu gefährlich, mit meinem Velo in die Schule zu gehen? Wenn der Autofahrer mich übersieht, bin das schwächere Glied. Es ewischt immer die Velofahrer.
Soll ich also nur noch mit der ÖV in die Schule gehen. Dafür müsste ich aber 30min früher aufstehen, und auf den Schlaf will ich nicht verzichten.

Folglich appelliere ich hier an alle Autofahrer:

BITTE BEGEBT EUCH ETWAS FRÜHER AUF DEN WEG ZUR ARBEIT, DAMIT IHR AUCH   BEI VIEL VERKEHR NICHT STRESSEN LÄSST UND KEINE GEFAHR FÜR FAHRRADFAHRER DARSTELLT. ODER LASST DOCH EINFACH EUER AUTO ZUHAUSE UND BENÜTZT AUCH DAS VELO.

VIELEN DANK!                                          euer Velofreund, Benjamin


Samstag, 10. November 2012

Matura im Sack; was nun?

Liebe Leser, liebe Klassenkollegen

Wir sind nun schon im sechsten Jahr an unserer Schule, insgesamt schon das 12. Jahr, in dem wir 39 Wochen lang die Schulbank drücken. Unser Alltag ist relativ monoton. Montags; aufstehen, frühstücken, Schule, Mittagessen, Schule, Hobbys/Lernen, Abendessen, Freizeit. Dienstags genau das selbe. Mittwochs, Donnerstags und Freitags ebenfalls. Nur am Wochenende ist es und mehr oder weniger selbst überlassen, wie wir den Tag gestalten.
Aber es ist eindeutig; die Schule strukturiert unser Leben. Wir sind beschäftigt.
Doch schon bald, genau gesagt im nächsten Frühling, werden wir hoffentlich alle unser Maturaprüfungen ablegen und auch bestehen.
Doch was kommt danach?
Ich vermute, dass die Mehrheit von uns schon weiss, was wir danach machen. Ich wage es zu behaupten, dass ein Grossteil ein Zwischenjahr plant. Vielleicht gibt es aber auch einige wenige, die sofort mit einem Studium beginnen. In diesem Fall ändert sich dann das Leben nicht gleich fest, wie bei den "Zwischenjährlern". Das Studium gibt meist auch viel vor und man strukturiert seinen Alltag nach den vorgegebenen Plichtvorlesungen.
Doch viele sagen: "Nach 12 Jahren Schule habe ich mir mal ein Jahr Pause verdient!".  Was wird man machen? Nichts? Täglich ausschlafen. Faulenzen. Sport treiben. Ausflüge machen. Abenteuer erleben. Auf Reisen gehen. Alles Antworten die man oft zu hören kriegt. Doch ist es nicht so, dass einem dass schon nach wenigen Wochen verleiden wird? Wenn man nur zu Hause rumhängt und nichts tut; mir zumindest würde das nacht etwa einer Woche zum Hals raushängen. Und reisen ist auch nur möglich, wenn man sich etwas angespart hat. Aber wer hat das schon? Es ist von Nöten, einen Job zu suchen, und sich seine Reisen zu finanzieren.
Ich selbst werde auch ein Zwischenjahr machen. Ich werde im Frühling die Rekrutenschule absolvieren. Doch was ich dazwischen mache, weiss ich noch nicht wirklich.

Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr schon feste Pläne?

Ich hoffe, ihr könnt mich ein wenig inspirieren.
Denn ich habe Respekt davor, plötzlich keinen festen Alltag zu haben. Wie werde ich meinen Leben strukturieren können?
MfG Benjamin

Mittwoch, 7. November 2012

„In jedem Leben sollte es etwas Heiliges geben!“

Der Titel ist nicht von mir, dies vorneweg.

Ich bin heut nur eingeschränkt freiwillig hier. Nicht dass ich keinen Spass habe zu bloggen, das habe ich sicherlich, aber heute schreibe ich mit einer Vorgabe.
Meine heutige Aufgabe in der Deutschstunde ist es, einen Blog, einen Post, über diese oder/und folgende Aussage schreiben soll.

„,Heilig‘ ist für mich ein fremdes Wort aus einer Welt, die mich nicht berührt.“
Dieses Zitat, von wessen Feder es stammt weiss ich leider nicht, spricht mir leider nicht wirklich zu. Deshalb habe ich mich dafür entschieden, über das Kürzere, vielleicht auch etwas mehraussagende Zitat zu schreiben.

In jedem Leben sollte es etwas Heiliges geben. Aufgrund des Wortes "sollte" kann man diese Aussage auch als Aufforderung ansehen. Es wird dem Mensch ans Herz gelegt etwas Heiliges zu haben.

Wie kann ich aber etwas Heiliges in meinem Leben besitzen?
Kann ich einfach etwas bestimmen, das von nun an für mich "heilig" ist?
Ist etwas für mich "heiliges" gottgegeben?

Fragen über Fragen... Jede Menge Diskussionsstoff!

"Das ist mir heilig!"; dieser Ausruf ist oft zu hören und könnte von jedermann kommen. Ebenso kann es sein, dass der Sprechende damit etwas meint, dass er für sich selbst bestimmt hat. Beispielsweise ein Gegenstand mit grosser, emotionaler Beudeutung, ein Ring oder ein sonstiges Schmuckstück.
Für mich persönlich ist letztere Frage aber trotzdem eine, welche mich fesselt. Denn als ich nachdachte was für mich "heilig" ist, kam mir unmittelbar meine Familie in den Sinn. Für einen religiösen Menschen sind Lebewesen gottgegeben, meine Familie folglich auch. Doch trifft das jetzt nur in meinem Fall zu? Auch nach langem nachdenken bin ich nicht entschlossen, wie ich meine Fragen beantworten kann. Ich würde mich freuen, eure Meinungen zu lesen.

MfG
Benjamin

PS: Ich weiss, dass ich etwas von meiner Vorgabe, dem Titel abgewichen bin. Ich habe mich einfach davon inspirieren lasse. Ich hoffe das geht in Ordnung.

Dienstag, 30. Oktober 2012

(M)ein Lieblingsort

Wie du vielleicht schon aus dem Titel herauslesen kannst, kann ich nicht einen Ort, als meinen Liebsten betiteln. Es gibt so einige.

Als Lieblingsstadt beispielsweise würde ich Seattle nennen. Als Lieblingsland die Schweiz. Doch in meinem Blog möchte ich nicht einen Ort beschreiben, den man auf einer Landkarte finden könnte. Er kommt überall vor, es ist ein Element. Es ist das Wasser. Eher auf dem Wasser.

Es spielt für mich keine Rolle, in welchem Land oder in welcher Region in auf dem Wasser sein kann. Es ist überall das gleiche Gefühl. Auch ob auf einem See, einem Fluss, dem Meer oder sogar einem Tüpel; es spielt keine Rolle.

Es gibt verschieden Möglichkeiten, wie man AUF dem Wasser sein kann. Auf einem Boot, sei es ein Kreuzfahrtschiff oder ein kleines Segelboot. Aber auch auf einer Luftmatratze, ich mag eigentlich alle.
Doch das Gefühl, in einem Ruderboot über das Wasser zu gleiten, ist schon etwas Besonderes. Für mich ist es der Hauptgrund, weshalb ich gerne auf dem Wasser bin. Ob im Winter oder im Sommer, spielt keine Rolle. Es ist immer ein Gefühl von Freiheit. Wer es nicht selbst schon mal erlebt hat, weiss wahrscheinlich nicht wovon ich spreche. Doch glaubt mir, es fühlt sich gut an.

Einzig und alleine der Zustand der Wasser Oberfläche kann einen Einfluss haben. Wenn es stürmt, und die Wellen über die Bordwand schlagen, ist dies schon anders als wenn man sich auf spiegelglattem Untergrund befindet. Zweites bevorzuge ich allemal.

MfG
Benjamin

Freitag, 26. Oktober 2012

Zuhören.


zu•hö•ren. 

Nun weisst du, lieber Leser, schon etwas über die Silbentrennung und die Betonung des Wortes, um das es in meinem heutigen Blog geht. Doch dies ist irrelevant, denn es geht um die Bedeutung des Wortes.
Wichtig ist mir, dass du verstehst, wie man zuhört.

Man nimmt beim Zuhören das vom Gegenüber Gesagte auf, man versteht, was er oder sie einem erzählt. Um ein guter Zuhörer zu sein, muss man primär gewillt sein, überhaupt zuhören zu wollen. Wenn kein Interesse da ist, zuzuhören, wird sich der Gesprächspartner nicht wohl fühlen, und man kann das Gesprächsthema nicht intensiv genug ausschöpfen. Wenn man aber doch interessiert ist, ist es von Nöten, dass man das Gegenüber dazu ermutigt, sich zu äussern. Man muss manifestieren, dass man das Gesagte für sich behält, wenn das gewünscht wird. Man muss gute Bedingungen erstellen, damit ein Gespräch entstehen kann, beziehungsweise die Erzählung des Sprechenden. Wenn man sich konzentriert und trotzdem beim Zuhören vielleicht etwas nicht versteht, oder man auch nur ansatzweise nicht mitkommt mit der Logik, muss man dies klarstellen und sofort nachfragen. Ebenso muss man, nachdem der Sprechende zu einer Sprechpause kommt, erklären wie man das Gesprochene aufnimmt um Missverständnissen vorzubeugen. Um dies zu unterstützen kann man auch wichtige Punkte wiederholen oder eventuell auch aufschreiben. Beim Zuhören muss man nicht nur auf die Sprache achten, denn auch die Körperhaltung und der Körpereinsatz, wie beispielsweise die Mimik sind von wichtiger Bedeutung. 
Und wenn der Sprechende zu einem Ende kommt, und du vielleicht mit seiner Aussage nicht einverstanden bist, musst du sie dennoch akzeptieren. Es ist aber möglich, Kritik anzubringen, dies darfst du aber nur in milder und freundlicher Ausdrucksweise tun, um dein Gegenüber nicht zu verletzten. Wenn man so zuhört, nennt man dies "aktives Zuhören". Es wird von den meisten Menschen als angenehm empfunden, mit einem aktiven Zuhörer zu sprechen. Diese Art vom Zuhören wird auch von vielen Psychologen benützt. Dies heisst aber nicht, dass man nicht auch unter Kollegen so zuhören kann. Diese freundliche Art Zuzuhören, ist in verschiedenen Gesellschaftsschichten verbreitet und sehr beliebt. Probier es doch auch!

Anbei noch der Link zu einem Video vom renommierten Rhetoriker Gerhard Reichel, der das aktive Zuhören sehr gut erklärt. 
http://www.youtube.com/watch?v=aF_ZU24QQzg


Liebe Grüsse und bis bald,
Benjamin.